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Über mich

Drei Jahrzehnte IT-Praxis haben mir gezeigt: Technologie wird dort zum strategischen Hebel, wo sie auf evidenzbasierte Analyse, politische Realität und organisatorische Machbarkeit trifft. Mein Name ist Olaf Dunkel. Ich berate Führungskräfte im öffentlichen Sektor – CIOs, CDOs, Geschäftsführungen – bei digitalen Transformationsprozessen, die strukturelle Wirkung entfalten sollen.

Geboren im Tschad, beruflich geprägt durch die gesamte Entwicklungskurve der Informationstechnologie: vom Wählscheibentelefon über Client-Server-Architekturen bis zu KI-gestützten Verwaltungsprozessen. Diese zeitliche Tiefe schärft den Blick für wiederkehrende Muster – technologische Hypes kommen und gehen, während die Kernfragen der Implementierung bemerkenswert konstant bleiben.

Fachlicher Hintergrund

Aktuell arbeite ich als Manager mit Schwerpunkt auf Konzeption und Steuerung digitaler Transformationsprojekte. Meine Mandanten finden sich primär in drei Sektoren: öffentliche Verwaltung (kommunal bis Bundesebene), Gesundheitswesen (insbesondere ÖGD und Krankenhäuser) und EU-Institutionen. Der gemeinsame Nenner: hochregulierte Umfelder, in denen IT-Strategie niemals losgelöst von Compliance, föderalen Strukturen und begrenzten Ressourcen entwickelt werden kann.

In früheren Leitungsfunktionen verantwortete ich IT-Infrastruktur und Systeme für mehrere tausend Nutzer – darunter hochverfügbare Rechenzentren, umfangreiche Serverlandschaften und die Implementierung von Governance-Frameworks nach ISO 27001 und BSI-Grundschutz. Diese operative Basis ist unverzichtbar: Strategieberatung ohne technische Tiefe bleibt folgenlos, weil sie Umsetzungsrisiken systematisch unterschätzt.

Langjährige Expertise mit Microsoft-Technologien – von frühen Server-Betriebssystemen bis zu hybriden Cloud-Architekturen – bildet einen weiteren Schwerpunkt. Nicht aus Präferenz, sondern aus pragmatischer Notwendigkeit: Der öffentliche Sektor operiert faktisch in Microsoft-dominierten Ökosystemen. Wer hier strategisch beraten will, muss Migrationspfade, Vendor-Lock-in-Risiken und Exit-Strategien konkret durchdenken können.

Thematische Schwerpunkte

Künstliche Intelligenz im regulierten Umfeld: Der EU AI Act, kommende MDR-Anforderungen für KI-Medizinprodukte und nationale Implementierungsfragen prägen derzeit die strategische Agenda. Meine Analysen konzentrieren sich auf die Schnittstelle zwischen technischer Machbarkeit, regulatorischer Compliance und organisatorischer Absorptionsfähigkeit. KI-Triage-Systeme in Notaufnahmen, automatisierte Verwaltungsentscheidungen nach VwVfG – solche Anwendungsfälle erfordern methodisch saubere Risikoanalysen, keine Visionsfolien.

Digitale Souveränität und Open Source: Die Genesis-Mission der Bundesregierung, GAIA-X-Nachfolgeprojekte, souveräne Cloud-Stacks – diese Initiativen werfen grundlegende Fragen nach Abhängigkeitsreduktion und technologischer Handlungsfähigkeit auf. Meine Beiträge prüfen diese Ansätze auf Realisierbarkeit, analysieren Governance-Modelle und identifizieren Implementierungsbarrieren jenseits politischer Absichtserklärungen.

E-Government und Verwaltungsdigitalisierung: OZG-Umsetzung, Registermodernisierung, föderale IT-Architekturen – die deutsche Verwaltungsdigitalisierung operiert in einem Spannungsfeld aus Föderalismus, Datenschutz und Ressourcenknappheit. Strategieberatung bedeutet hier, tragfähige Wege zwischen regulatorischen Anforderungen (EVB-IT, GWB, VgV) und tatsächlichen Umsetzungskapazitäten zu entwickeln.

Healthcare IT und Interoperabilität: Die Krankenhauslandschaft steht unter massivem Transformationsdruck – KHZG-Förderung, ePA-Rollout, FHIR-Standards, TI 2.0. Gleichzeitig kämpfen viele Häuser mit Legacy-Systemen und fehlendem IT-Personal. Meine Analysen fokussieren auf realistische Digitalisierungspfade unter den Bedingungen knapper Budgets und regulatorischer Komplexität.

Methodischer Anspruch

Alle Veröffentlichungen auf dieser Seite folgen einem evidenzbasierten Ansatz: Primärquellen vor Sekundärliteratur, Triangulation konkurrierender Hypothesen, explizite Markierung von Unsicherheiten. Spekulation und Best Practices aus Beratungsfolien haben hier keinen Platz – stattdessen strukturierte Analyse, die Entscheidungsträgern belastbare Grundlagen für eigene Bewertungen liefert.

Die Texte adressieren bewusst Führungskräfte mit IT-Verantwortung: Sie erwarten keine vereinfachenden Erklärungen, sondern substanzielle Auseinandersetzung mit Implementierungsdetails, Risikofaktoren und Alternativszenarien. Akademische Präzision ja, akademische Unlesbarkeit nein.

Warum dieser Blog?

Technologie gestaltet Gesellschaft und Politik – diese Binsenweisheit wird nirgends deutlicher als im öffentlichen Sektor. KI-Systeme treffen Verwaltungsentscheidungen, digitale Souveränität definiert außenpolitische Handlungsspielräume, Interoperabilitätsstandards bestimmen über Patientensicherheit. Diese Entwicklungen verdienen mehr als oberflächliche Berichterstattung oder Marketingprosa.

Dieser Blog bietet Raum für vertiefende Analysen jenseits üblicher Formate – zu lang für LinkedIn, zu spezifisch für Generalisten-Medien, zu kritisch für Vendor-Content. Die Beiträge sollen Führungskräften Orientierung in komplexen Sachverhalten geben und zur eigenen kritischen Reflexion anregen.

Tauchen Sie ein – und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.