Worum geht es?
Die Krankenhausreform verändert nicht nur Finanzierung und Leistungsgruppen – sie stellt das gesamte Verständnis von Versorgungsqualität auf den Prüfstand. In dieser Episode beleuchte ich, warum der bisherige Maßstab „Patientenzufriedenheit“ eine gefährliche Illusion ist: Er misst Stimmungen statt Ergebnisse und verdeckt strukturelle Defizite hinter beruhigenden Durchschnittswerten.
Ich erkläre, warum Patient Reported Experience Measures (PREMs) und Patient Reported Outcome Measures (PROMs) die neuen Instrumente der Qualitätsmessung werden müssen – und was Deutschland dabei von den USA, England und der Schweiz lernen kann. Dabei gehe ich auf konkrete Best Practices ein: vom Echtzeit-Feedback am UKE Hamburg über PROMs in der klinischen Routine am Inselspital Bern bis hin zu telemedizinischer Nachsorge, die Wiederaufnahmeraten deutlich senkt.
Abschließend diskutiere ich, warum echte Partizipation über Alibi-Beirte hinausgehen muss und welche zwei Szenarien sich für die Zukunft der Patientenzentrierung in Deutschland abzeichnen.
Zum Blogbeitrag: Patientenzentrierung als Strukturreform: Warum Zufriedenheit allein kein Qualitätsmerkmal ist